Digitales Testament - Wer erbt mein Google-Konto usw?


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Was passiert eigentlich mit meinen Daten, wenn ich sterbe?
Was wird gelöscht, was bleibt für immer im Netz?
Und: Wie kann ich meinen digitalen Nachlass regeln?


Der Tod beschäftigt auch die Betreiber von sozialen Netzwerken.

Es wird der Punkt kommen (bei Facebook in etwa 80 Jahren), da wird es mehr Profile von Toten als von Lebenden geben.

Wie die großen sozialen Netzwerke damit umgehen und was man selber tun sollte.

Google

Der Suchgigant regelt den digitalen Nachlass für seine Produkte (z. B. Gmail, Android, YouTube) vorbildlich.

Ein Kontoaktivitäts-Manager (erreichbar unterwww.google.com/settings/account/inactive) hilft dabei, die eigenen Daten entweder nach dem Ableben zu vererben oder automatisch löschen zu lassen.

Im Manager legt der Nutzer einen Zeitraum zwischen drei und 18 Monaten fest. Wird das Konto in dieser Zeit nicht genutzt, bekommt der Anwender noch eine Warnung. Reagiert er auch darauf nicht, werden alle Daten entweder gelöscht oder Login und Passwort an eine vorher festgelegte Person geschickt.

Ist der Manager nicht aktiv, bietet Google eine spezielle Seite, auf der Erben Zugriff zu den Konten des Verstorbenen beantragen können. Die dafür nötigen Dokumente (Ausweis und Sterbeurkunde) können direkt hochgeladen werden.

Facebook und Instagram

Bislang bietet Facebook (und das Tochter-Unternehmen Instagram) nur zwei Möglichkeiten. Entweder wird das Konto eines Verstorbenen komplett gelöscht (notwendig ist auch hier die Sterbeurkunde oder der Erbschein) oder es wird in einen sogenannten Gedenkzustand versetzt.

Dabei bleibt das Profil des Verstorbenen online, andere Nutzer können Beileidsbotschaften hinterlassen. Geburtstagserinnerungen oder auch gesponserte „Person x gefällt das“-Anzeigen des Verstorbenen tauchen bei seinen Freunden dann nicht mehr auf.

Auf die bei Facebook gespeicherten Daten (Bilder, Nachrichten) haben die Erben laut Facebook-AGBs kein Anrecht. Das Berliner Landgericht entschied im Januar zwar, dass die Eltern einer 16-Jährigen, die sich umgebracht hatte, Zugriff auf diese Daten bekommen.

Medienrechtler Christian Solmecke schränkt aber ein: „Ob die Entscheidung auch auf volljährige Facebook-Nutzer übertragbar ist, ist noch unklar.“

Whats-App

Das WhatsApp-Konto kann nicht vererbt werden.

Allerdings ist es auch nicht über ein Passwort gesichert. Die Erben brauchen nur den Zugriff auf die Handy-SIM-Karte des Verstorbenen, um auch auf sein WhatsApp-Konto zugreifen zu können.

Microsoft

Der Kundendienst von Microsoft gibt Erben gegen Vorlage der Sterbeurkunde die Zugangsdaten und das Passwort zum Windows-Konto.

Damit erhalten die Hinterbliebenen Zugriff auf gesperrte Windows-PCs, aber auch auf die Konten von Maildiensten wie Outlook oder Live.com, zum Spiele-Netzwerk Xbox Live und zum Cloud-Speicherdienst OneDrive.

Apple

Die Statuten von Apple sind eindeutig. In den Nutzungsbedingungen steht: „Sofern gesetzlich nichts anderes vorgeschrieben ist, stimmen Sie zu, dass Ihr Account nicht übertragbar ist und dass alle Rechte an Ihrer Apple ID oder Ihren Inhalten innerhalb Ihres Accounts im Falle Ihres Todes enden.“

Daher hilft es hier nur, Login und Passwort rechtzeitig irgendwo sicher zu hinterlegen (s. unten). Sonst gehen alle Daten (auch die in der iCloud gespeicherten Fotos) unwiederbringlich verloren. Denn Apple bietet Erben nur die Möglichkeit, die Daten in einem Konto (gegen Vorlage der Sterbeurkunde) zu löschen, nicht aber auf sie zuzugreifen.

Twitter

Auch Twitter verwehrt den Erben den Zugriff auf die Daten eines Verstorbenen.

Die Nachkommen können lediglich die Löschung des Kontos und aller damit verbundenen Daten beantragen, wenn sie eine Sterbeurkunde und den Personalausweis einreichen.

Yahoo und Flickr

Bei Yahoo (und beim angeschlossenen Bilder-Dienst Flickr) erhalten die Erben keinerlei Zugriff auf gespeicherte Daten.

Sie können lediglich die Löschung des Kontos des Verstorbenen verlangen. Dazu müssen sie die Sterbeurkunde einreichen.

Web.de und GMX

Wer bei den deutschen E-Mail-Anbietern Zugriff auf das Konto eines Verstorbenen haben möchte, braucht dafür einen Erbschein.
Das Löschen geht einfacher. Dafür müssen die Nachkommen nur eine Kopie der Sterbeurkunde einreichen.

Wie hinterlege ich Zugangs-Daten für meine Angehörigen?

Das Vererben digitaler Güter ist kompliziert, in einigen Fällen auch vollkommen unmöglich. Daher raten Experten, ein digitales Testament zu hinterlassen. In dem sollten Zugangsdaten und Passwörter zu allen Diensten und auch die Sperr-Codes und PINs von Handys und anderen Geräten vermerkt sein, in denen wichtige Daten liegen.

Hier kann man auch verfügen, welche Personen Zugang zu welchen Daten bekommen sollen. Das digitale Testament kann ein einfacher Brief sein, den man hinterlässt. Es kann aber auch bei einem Notar oder Anwalt als Teil des gesamten Testaments hinterlegt werden.

Doch selbst damit ist man nicht auf alle Eventualitäten vorbereitet. Denn das Testament hilft nicht, wenn man schwer erkrankt und seine Geschäfte nicht mehr selbst regeln kann.

Daher sollte man analog zur Patientenverfügung auch für diesen Fall Vorsorge treffen und festlegen, wer im Notfall die Zugangsdaten zu Diensten bekommt und über die Inhalte darin verfügen kann.

Quelle: Digitales Testament | Wer erbt mein Facebook-Konto?
 
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