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The Walking Dead - Staffel 1 - Folge 9 - The Suicide King - Kriegsrecht

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#1
Wie kommen die Dixons aus ihrer misslichen Lage? Kommen Rick und Co. heil ins Gefängnis zurück und wie werden die neuen Insassen angenommen? Diese Antworten gibt die Episode The Suicide King der US-Serie The Walking Dead. Ein Review.

Die vorherige Episode Made to Suffer hinterließ die Zuschauer mit der bangen Frage nach dem Schicksal der beiden Dixon-Brüder Daryl, (Norman Reedus) und Merle (Michael Rooker). Denn nachdem Ricks Gruppe den Angriff auf Woodbury gewagt hatte, um Maggie (Lauren Cohan) und Glenn (Steven Yeun) aus den Klauen des Governors (David Morrissey) und seinen Männern zu befreien, hat man Daryl aus den Augen verloren. Die Männer des Governors brachten ihn mit einem Sack auf den Kopf in die Walker-Arena, wo die wütende Meute vom Governor angepeitscht wurde. Mittendrin befindet sich Andrea (Laurie Holden), die bislang keine Ahnung hatte, dass es sich bei den Angreifern um ihre alten Freunde, inklusive Michonne (Danai Gurira), handelt.

The Suicide King

Daryl und Merle stehen sich also in der Arena gegenüber und der Governor fordert die beiden zum Kampf um Leben und Tod auf. Da Merle dem Governor vorher seine Treue geschworen hat, sollte es ihm nicht schwer fallen, gegen sein eigen Fleisch und Blut zu kämpfen. Zunächst sieht es auch durchaus so aus: Er teilt einige heftige Schläge gegen Daryl aus, der wohl noch von der Gesamtsituation und dem Szenario, in dem er sich auf einmal befindet, überrascht ist. Doch bald werden die präparierten Walker in die Arena gebracht. Merle fordert Daryl auf, sich an ihn zu halten, damit sie aus dieser Situation herauskommen - die Brüder stehen bald Rücken an Rücken gegen den Feind. Andrea wird derweil von der Meute zurückgehalten und kann nur verbal versuchen, die anderen zur Vernunft zu bringen. Doch es gelingt ihr nicht.

Im Endeffekt ist es Ricks Gruppe, die den beiden zur Flucht verhilft. Die traumatisierte Maggie (die kurz zuvor noch durch den Governor belästigt wurde) eröffnet das Feuer auf die Untoten und Rick wirft eine Rauchgranate in die Menge. Die allgemeine Panik fordert einige Opfer auf der Seite des Governors, aber bringt immerhin eine Rückzugsmöglichkeit für Ricks Gruppe mit sich.

Doch fast allen in der Gruppe ist klar, dass Merle nur für Streit und Zwietracht sorgen wird. Er ist verantwortlich für Glenns physische Verletzungen, er ist nicht ganz unschuldig an Maggies Gemütszustand und er ist derjenige, der noch vor wenigen Tagen Michonne nach ihrem Leben getrachtet hat. Also wird diskutiert. Außer Daryl möchte niemand das Risiko mit Merle eingehen. Doch Daryl macht unmissverständlich klar: Entweder beide oder gar keiner. Merle empfiehlt sich ohnehin nicht unbedingt dafür, mitgenommen zu werden. Doch immerhin ist er gesprächiger als es Michonne je war. Er versorgt die Gruppe mit der Information, dass Andrea in Woodbury ist, eine Affäre mit dem Governor hat und Michonne sie durchaus kennt. Außerdem weiht Merle die anderen aus Ricks Gruppe über die beiden Walker ein, die sie per Kette mit sich geführt hat, was nicht gerade dafür sorgt, dass man Michonne über den Weg traut - auch wenn sie ihr Übriges dazu beiträgt. Denn noch immer kriegt sie die Zähne nicht auseinander. Merle strapaziert dann die Nerven aller Anwesenden so lange, bis Rick sich gezwungen sieht, ihn kurzzeitig außer Gefecht zu setzen, damit man überlegen kann, wie weiter mit ihm verfahren wird.

Für Daryl ist und bleibt aber seine Entscheidung klar: Er wird seinen Bruder nicht im Stich lassen, auch wenn er seine neue „Familie “ dafür verlassen muss. Das bedeutet auch, Carol (Melissa McBride), Carl (Chandler Riggs) und Lil Asskicker vorerst im Stich zu lassen. Michonne wird immerhin medizinische Versorgung in Aussicht gestellt, aber dann soll sie sich vom Acker machen. Ob es bei dieser Entscheidung bleiben wird, muss sich zeigen. Mit Daryl fehlt nämlich ganz klar die Muskelkraft in der Gruppe.

Ein melancholisches Wiedersehen

Immerhin freut sich der Rest von Ricks Gruppe über die Wiedervereinigung im Gefängnis, auch wenn sie nun auf Oscar (Vincent Ward) und Daryl verzichten müssen. Carol nimmt die Botschaft, dass Daryl sich für den Bruder entscheidet, schwer mit. Sie dachte wohl, dass man sich in den letzten acht Monaten doch näher gekommen sei.

Statt sich jedoch um die neuen Insassen - Tyreese (Chad Coleman), dessen Schwester Sasha (Sonequa Martin) sowie Alan (Daniel Thomas May) und Ben (Tyler Chase) - zu kümmern, nimmt Rick sich erst einmal ein bisschen Zeit für Baby Judith. Doch hier deutet sich erneut an, wie ausgelaugt und psychisch fertig Rick eigentlich ist. Und das soll nicht das einzige Mal in dieser Episode bleiben.

Rick ist klar, dass sie nach den Verlusten der letzten Tage Verstärkung brauchen und diese ist im Prinzip mit Tyreeses Gruppe schon da. Allerdings fällt es Rick schwer, nach dem Vorfall um Tomas anderen Menschen zu trauen. Hershel (Scott Wilson) versucht, dem Gruppenanführer ins Gewissen zu reden, denn Tyreese selbst scheint ein guter Mann zu sein. Alan und Ben wollten zwar in Ricks Abwesenheit versuchen, die Anwesenden zu überwältigen, aber Tyreese hat ganz klar sein Veto eingelegt und an ihre Menschlichkeit appelliert - dabei stand Sasha eindeutig auf seiner Seite. Leider erleidet Rick in dem Moment der Evaluation der potentiellen neuen Gruppenmitglieder eine psychotische Episode und bildet sich den Geist seiner verstorbenen Frau Lori auf der Gefängnisempore ein. Zuletzt hat er ja bereits in Woodbury den Geist von Shane gesehen und auch mit den Verstorbenen telefoniert. Das führt dazu, dass ein verstörter Rick nicht nur den Neuankömmlingen Angst macht und sie fortjagt, sondern auch seine Gruppe an seinem Verstand und seiner Qualität als Anführer zweifeln lässt.

Aber wer sollte auch den Posten von ihm übernehmen? Hershel fehlt ein Bein, Carl ist deutlich zu jung, Michonne wird lediglich geduldet und ist zu verschlossen, Axel ist nicht vertrauenswürdig genug, Maggie und Glenn sind aktuell traumatisiert (obwohl Glenn und Hershel durchaus eine Option wären, als moralische Stimmen der Vernunft) und Carol ist zu labil. Vielleicht läuft es auf eine ähnliche Lösung wie im Comic hinaus, aber dazu soll an dieser Stelle noch nichts verraten werden. Möglich ist natürlich auch, dass Rick wieder zu Sinnen kommt und Hershel ihn nochmal mit Argumenten überreden kann, seine Ansicht zu Tyreese und Co. zu überdenken. Denn die Hilfe von ihm werden sie auf jeden Fall brauchen, wenn die Rache des Governors ins Haus steht...

Die Spaltung Woodburys?

In Woodbury hängt indes der Haussegen schief. Nach dem Chaos und dem Blutvergießen, das durch die Entführung von Glenn und Maggie verursacht wurde und das für einige Stadtbewohner das wahre Gesicht ihres Anführers zum Vorschein gebracht hat, wollen viele Woodbury verlassen. Doch die Wachen am Stadttor wollen das unter keinen Umständen zulassen. Und vom Governor fehlt jede Spur.

Als am anderen Ende der Gemeinde ein Loch im Zaun dafür sorgt, dass einige Bewohner von Zombies angegriffen und gebissen werden, bricht wieder Panik aus. Andrea gelingt es zwar, den Walker umzubringen, doch der Angegriffene leidet unter seinen Wunden und sie zögert, während der Rest der Stadt bittet, ihm zu helfen. Wortlos kommt der Governor dazu und „erlöst“ ihn durch einen Kopfschuss. Später sucht Andrea das Gespräch. Der Governor bringt die Namen der Gefallenen ins Spiel, aber Andrea möchte wissen, warum er ihr nicht gesagt hat, dass ihre Freunde in Gefangenschaft sind. Vor allem scheint es sie zu kränken, dass sie im Dunkeln blieb, obwohl sie eine intime Beziehung geführt haben. Doch seine Erklärung ist unzureichend. Merkwürdigerweise lässt sich Andrea dennoch nicht abwimmeln und fortjagen und sie scheint noch immer auf der Seite des Governors zu stehen.

Das drückt sich auch in ihrer anschließenden Rede vor dem Rest der Stadt aus. Dort mahnt sie zur Zusammenarbeit, dem Wiederaufbau und davor, den Kampfgeist zu bewahren. Sie glaubt, dass Woodbury einmal in den Geschichtsbüchern stehen wird, als Zeichen der Standhaftigkeit. Immerhin sorgt sie somit dafür, dass die Anspannung von dem Rest der Menschen abfällt. Gleichzeitig wird sie dabei von seinem Haus aus vom Governor beobachtet, der bei seinem ersten Auftritt in „The Walking Dead“ auch als Mann mit einer charmanten Art und einem Talent für politische Reden eingeführt worden war. Wird Andrea über kurz oder lang versuchen, die Führung in Woodbury in die Hand zu nehmen oder wird der Governor versuchen, sie für seine Zwecke zu gebrauchen?

Für die Pläne des Governors, die mit Sicherheit einen Angriff auf das Gefängnis beinhalten, ist es auf jeden Fall förderlich, die Stadt hinter sich zu wissen. Und da wäre ja auch noch Merle, den der Governor bestimmt nicht gerne hat ziehen lassen - oder gibt es hier vielleicht versteckte Absprachen? Alles nur Spekulationen und nur die restlichen sieben Episoden derdritten Staffel von „The Walking Dead“ werden Gewissheit bringen.

Fazit

Der Cliffhanger der letzten Episode löst sich schnell und einigermaßen heftig auf, so dass im Rest der Episode Zeit für die Figuren bleibt, die Wunden zu lecken und durchzuatmen. Oder auch nicht, wie man im Fall von Rick sieht. Etwas Ruhe und Reflektion würde der Figur sicherlich mal guttun, denn sonst ist seine Gruppe zerstört, bevor der Governor seine Rache nehmen kann. Dennoch fragt man sich, warum Michonne immer noch nicht den Mund aufkriegt. Warum muss es Merle sein, der ihre Backstory erzählt? Wann sieht die Figur Michonne endlich ein, dass bei Rick und im Gefängnis die beste Option für ihr Überleben liegt? Und so ganz nachvollziehen, warum Andrea beim Governor bleibt, kann man auch weiterhin nicht. Es sei denn, sie hegt versteckt die Absicht, Pazifismus zu predigen und die Gruppen irgendwie zu einen.

Interessant wird es nun, zu sehen, wie Daryl und Merle auf eigene Faust zurechtkommen oder ob sich das Brudergespann vielleicht doch über kurz oder lang an die Gurgel gehen wird. Außerdem bleibt es spannend, ob und wie Tyreese und seine Gefährten doch noch ein Teil der Gefängnisgruppe werden und wie verrückt Rick noch werden kann, ehe der Rest seiner Gruppe eingreift. Somit legt The Suicide King viele interessante Grundlagen für den Rest der Staffel, lässt es dabei aber durchaus ruhig angehen.

Quelle: Review The Walking Dead 3x09: The Suicide King - Kriegsrecht