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The Walking Dead meldet sich aus der Pause zurück. Mit einer Episode, die sich gewaschen hat und Zombie-Rekorde bricht. Der Auftakt der dritten Staffel setzt vielleicht neue Splatter-Maßstäbe im Fernsehen. Review.

Bereits das Finale der zweiten Staffel mit dem Namen „Besides the Dying Fire“ hatte es in sich. Mitglieder von Hershel Greenes (Scott Wilson) Familie und dessen Farm überlebten einen Massen-Angriff der Walker nicht und so steht die Gruppe der Überlebenden nun ohne Zufluchtsort da. Man ist also in Seed, der Auftaktepisode der dritten Staffel, wieder „on the road“.

The times they are a-changing

Da Lori (Sarah Wayne Callies) jedoch hochschwanger ist, kann dies kein Dauerzustand bleiben. Zumal man so den Walkern auch hilflos ausgeliefert ist. Es muss einige Zeit vergangen sein, wie man nicht nur an Loris gewachsenem Bauchumfang sieht, sondern beispielsweise auch am Verhalten von Carl (Chandler Riggs). Zögerte er zuletzt noch, einen Walker zu töten, wird er in dieser Episode mehrfach als recht sicherer Schütze gezeigt, der einige der Untoten fast mühelos ausschaltet.

Dass die Gruppe effektiver in der Zusammenarbeit ist, zeigt der Beginn der Episode. Wortlos und leise stürmen sie ein verlassenes Haus, säubern es von Zombies und verschnaufen kurz.

Nur um bald instinktiv festzustellen, dass es hier auch nicht sicher ist, und in ihren eher weniger lautlosen Gefährten - nicht wahr, Daryl (Norman Reedus) - davon zu fahren. Und siehe da, kurze Zeit später überrennt eine Horde Untoter das Grundstück. Aber wohin kann man sonst?

Daryl zeigt Rick (Andrew Lincoln) seine Entdeckung: Ein altes Gefängnis. Genauer gesagt die West Georgia Correctional Facility könnte der Ort sein, der der Gruppe um Rick ein neues Zuhause schenkt. Zwar sind auch hier Horden von Walkern zugegen, aber mit der richtigen Taktik lassen sich diese ausschalten. Von nah und fern. Durch die Zähne kann man sie mit spitzen Gegenständen und langen Messern lahmlegen und vereinzelte Untote lassen sich per Gewehr (hier empfiehlt sich offensichtlich Carol (Melissa McBride) als Scharfschützin, die aber nicht ganz perfekt ist) oder Armbrust (natürlich durch den Hillbilly-Hawkeye Daryl) ins Zombie-Nirwana schicken.

Areal für Areal werden die blutrünstigen Walker also beseitigt, um dann erst einmal im sicheren Bereich eine neue Taktik zurechtzulegen. Denn Rick glaubt, dass das Gefängnis bereits recht früh von der Epidemie erfasst wurde. Sowohl die Insassen als auch die Wärter sind „zombiefiziert“, was bedeuten könnte, dass die Waffenkammer und die Vorräte noch weitestgehend unangetastet sein könnten.

Hinter Gittern - Der Zombie-Knast

Nachdem man also sichergestellt hat, dass zumindest ein Zellblock bewohnbar ist, lautet der Plan, weitere Bereiche des Gefängnisses zu überprüfen. Dazu gehen die Männer der Gruppe, also Rick, Glenn (Steven Yeun), Hershel, T-Dog (Irone Singleton) und Daryl - minus Carl als „eiserne Reserve“ und „last man standing“ - und plus Maggie (Lauren Cohan), in Schutzkleidung gekleidet, auf Erkundungstour.

Mit Taschenlampen und Waffen versucht die Gruppe vorsichtig und leise zu agieren. Doch bald werden sie von Glenn und Maggie getrennt und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Eine Horde von Walkern überrascht sie, Hershel und Co. wollen Glenn und Maggie finden und werden unachtsamer. Oder besser gesagt Hershel als besorgter Vater wird es. Der Alterspräsident der Gruppe wird von einem Zombie, der am Boden lag, erwischt und ins Bein gebissen. Was also tun? Um sein überleben zu sichern greift Rick zur Machete und tut das Einzige, was ihn womöglich retten könnte: eine spontane Beinamputation. Denn so, so der Gedankengang, kann sich das Blut nicht im ganzen Körper verbreiten und ihn infizieren.

In besonders graphischen Bildern wird dem bereits mehr als gebeutelten Hershel ein Bein abgetrennt, während sich bald herausstellt, dass die Walker wohl nicht die einzigen Bewohner des Gefängnisses sind. Eine weitere Gruppe von Menschen begrüßt die Zuschauer mit einem passenden „Holy shit!“ Sicherlich wird diese Handlung nicht ohne Nachwirkungen bleiben. Aber wenn man es überdenkt, wäre die Alternative für Hershel wohl der sichere Tod gewesen. Was wird also mit den Gefängnis-Insassen passieren? Und wird Rick seine Anführerrolle behaupten können?

Übrigens kommt Comic-Kennern Ricks Maßnahme bekannt vor, denn eine andere Figur wurde so ebenfalls gerettet. Ob sich die Geschichte aus dem Comic wiederholt, oder Hershel ein anderes Schicksal ereilen wird, muss sich jedoch zeigen.

Wo ist eigentlich Andrea?

Andrea (Laurie Holden) ist zusammen mit der coolsten Heldin unterwegs, die es seit langer Zeit in eine Fernsehserie geschafft hat. Denn Michonne (Danai Gurira) darf in ihren recht spärlichen Einsätzen ordentlich den bad ass demonstrieren und empfiehlt sich früh als neue Lieblingsfigur. Da werden Walker enthauptet, ihre beiden arm-und kieferlosen Begleiter an der Kette geführt und auch sonst wird von ihr die toughe, starke Frau und Actionheldin repräsentiert.

Andrea gibt sich leider immer noch wehleidig. Man fühlt sich an das Ende der ersten Staffelerinnert, als sie sich im CDC mitsamt Dr. Jenner und dem Gebäude in die Luft jagen lassen wollte. Doch damals war es Dale (Jeffrey DeMunn), der sie zum Weiterleben überredete. Dale und Shane (Jon Bernthal) sind tot und damit hat sie ihre zwei Bezugspersonen aus der Gruppe verloren, von der sie aber ohnehin getrennt wurde.

Kann Michonne ihr also neuen Lebensmut spenden? Und wohin verschlägt es die beiden Frauen? Vorschaubilder haben es bereits verraten (The Walking Dead: Neue Bilder zur 3. Staffel der Zombie-Survival-Serie) und als Comic-Kenner kann man bereits erahnen, wo in etwa die Reise hingehen wird. Wird es nur halb so intensiv, wie dort, dann wird die dritte Staffel ein wahnsinniger Höllenritt.

Zombiekill Overkill

prison-fence.jpg

Ausschnitt aus der Episode „Seed“ der US-Serie „The Walking Dead“
© AMC

Im Interview mit Andrew Lincoln und Norman Reedus auf der San Diego Comic-Con wurde uns bereits verraten, dass der Staffelauftakt Seed es in sich haben wird (The Walking Dead: Interview mit Norman Reedus und Andrew Lincoln). Und das war keineswegs übertrieben. Mehr Zombies als in der gesamten ersten Staffel werden alleine in dieser Episode auf verschiedenste Art und Weise in die ewigen Jagdgründe geschickt.

Dabei ist es erfreulich, dass die Gruppe unter dem „Ricktatorship“ eng und effizient zusammenarbeitet. Fast wortlos weiß jeder seine Aufgabe und arbeitet für die Sicherheit der Gruppe. Das Gefängnis scheint wie der perfekte Ort zum Verbleiben: doppelte Zäune, dicke Mauern, Aussichtstürme von denen man die Lage und Bedrohungen sondieren kann, und zudem womöglich Vorräte, neue Munition, Waffen und Schutzkleidung. Sind die Walker erst einmal komplett getilgt, könnte man hier eigentlich bleiben. Wenn, ja wenn die neue Gruppe von Menschen nicht wäre, die die Ausgangslage verkompliziert.

Gleichzeitig ist am Horizont bereits erkennbar, dass Michonne und Andrea mit Sicherheit auf eine weitere Fraktion treffen werden. Drama ist also vorprogrammiert. Das Motto der Staffel lautet schließlich nicht umsonst „Fear the living. Fight the Dead“.

Gruppenintern ist auch für einiges Konfliktpotenzial gesorgt: Rick und Lori scheinen schon einmal bessere Zeiten gesehen zu haben. Rick zeigt seiner Frau die kalte Schulter. Ob der Grund dafür ihre indirekte Forderung, für den Tod von Shane zu sorgen, ist oder sie als schwangere Frau ihre Hormone an ihm auslässt oder Rick sie eventuell durch emotionale Distanz schützen möchte, wird sich zeigen. Rick ist in einer prekären Lage. Nicht nur seine Familie gilt es zu beschützen, sondern die ganze Gruppe, die ohnehin schon dezimiert ist.

Carl zeigt sich erwachsener und flirtet offensichtlich zart mit Beth (Emily Kinney), auch wenn das Ganze wegen des Alters-und Größenunterschieds eher an Anakin und Amidala aus dem ersten Star-Wars-Sequel Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung erinnert. Interessant ist sein schneller Reifungsprozess allemal. Zumal er nun die einzige junge Person in der Gruppe ist und quasi zum Erwachsenwerden gezwungen wird.

Ob und wie Hershel, Maggie und Beth mit Hershels neuer Situation zurecht kommen, wird sich zeigen. Zunächst empfiehlt sich Hershel als nächster Todeskandidat. Während Daryl und Carol weiter flirten. Aber auch dort heißt es: abwarten, denn zumindest für Daryl steht ein pikantes Wiedersehen ins Haus.

Fazit

Auftakt nach Maß. Das Tempo ist für „The Walking Dead“-Verhältnisse ziemlich hoch, beziehungsweise auf dem Niveau, dass die zweite Hälfte der zweiten Staffel vorgelegt hat. Zombies werden in Hülle und Fülle beseitigt und erreichen sogar neue Mengenrekorde; Blut und Schockmomente kommen vor allem zum Ende der Episode Seed wahrlich nicht zu kurz. Die Figuren sind an einem interessantem neuen Handlungsort angekommen, während Andrea und Michonne ebenfalls einen vielversprechenden Weg beschreiten und einige Figuren über reichlich Konfliktpotenzial verfügen, während neue dazu kommen und die Lage verkomplizieren. Insgesamt eine sehr gute Episode, die hoffentlich ein Indikator für den weiteren Verlauf der Staffel ist.
 
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