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#1
Nach den Ereignissen der letzten The Walking Dead-Episode hängt das Leben einer Figur am seidenen Faden. Außerdem birgt das Gefängnis weitere Überlebende, die die Sicherheit von Ricks Gruppe und seiner Familie gefährden könnten - was also tun?

Rasant geht es in der Episode Sick (3x02) der US-Serie „The Walking Dead“ weiter. Wenn man dieser dritten Staffel eines nämlich nicht zum Vorwurf machen kann, dann ist es ein fehlendes Tempo oder dass nichts in den Episoden passiert. Statt mehrere Folgen auf die Genesung einer Figur zu warten, erhält man bereits am Ende selbiger Gewissheit über ihr Schicksal. Doch fangen wir vorne an...

Sick

Der Episodentitel „Sick“ bezieht sich auf die Figur Hershel (Scott Wilson), die nach Ricks (Andrew Lincoln) Blitzreaktion zugunsten einer Beinamputation, die den sofortigen Ausbruch der Walker-Krankheit verhindern sollte, den Großteil der Folge über ohne Bewusstsein verbringt. Wir wissen, dass zwar alle Überlebenden nach ihrem Tod zu Walkern werden, aber ein Biss diesen Vorgang rapide beschleunigen kann. Deswegen dachte Rick, dass ein beherztes Abhacken des gebissenen Beins womöglich Hershels Leben retten könnte. Doch sicher ist niemand, denn dies ist ein klarer Präzedenzfall in dieser ungewissen Welt.

Darum ist man auch für den Ernstfall vorbereitet: Glenn (Steven Yeun) soll ihm nicht von der Seite weichen, sollte die Wandlung doch eintreffen. Ricks Handschellen sollen verhindern, dass er die anderen kratzt oder beißt, sollte es zum Super-GAU kommen. Und auch seine beiden Kinder Maggie (Lauren Cohan) und Beth (Emily Kinney) machen sich Gedanken darüber, ob sie ihren vom Schicksal gebeutelten Vater verlieren könnten. Während Beth versucht, den Optimismus zu wahren, denkt Maggie an das Schlimmste und ist bereit, ihn gehen zu lassen.

Der Verlust von Hershel würde für Rick und Lori (Sarah Wayne Callies) gleichzeitig Ungewissheit bedeuten, was die Geburt ihres Babys angeht. Denn Hershel hat als Farmer zumindest einige Erfahrung als Geburtshelfer für Tiere und in medizinischen Angelegenheiten.

Doch offenbar denkt die Gruppe mit. Hershel hat Carol (Melissa McBride) im Laufe der Zeit seine Expertise mit auf den Weg gegeben. Dieser fehlt es jedoch an praktischer Erfahrung, sodass sie mit Glenn (Steven Yeun) zusammen einen weiblichen Walker ausguckt, an welchem sie einen Kaiserschnitt ausüben möchte. Dabei wird sie jedoch - wie uns die Serienmacher unmissverständlich klarmachen - von jemandem beobachtet. Fraglich ist, ob es sich um einen Walker handelt, denn der Bildausschnitt sieht wie der eines Fernrohrs aus. Doch wer hat ein Auge auf Carol geworfen?

Zurück zu Hershel: Nach einigen Fake-Outs - inklusive Panik um das Aussetzen der Atmung und einem Wiederbelebungsversuch durch Lori (Sarah Wayne Callies), bei dem Hershel nach ihr schnappt und so den Zuschauer auf den Irrweg locken soll - stellt sich heraus, dass die Amputation geglückt ist. Doch Hershel bleibt auf der Liste der gefährdeten Überlebenden. Denn wie will ein Mann in seinem Alter, dazu noch ohne eins seiner Beine, im Ernstfall davonkommen? Und wie unverzichtbar ist Hershel nun, da Carol zumindest ebenfalls bei einer Geburt helfen könnte? Wir werden sehen.

The Prisoners

Wenn Rick etwas aus den Ereignissen der Episode Nebraska aus der zweiten Staffel gelernt hat, dann, dass man anderen Überlebenden nur mit äußerster Vorsicht begegnen und die Waffe dabei ständig parat haben sollte.

Wie sich herausstellt, haben fünf Gefangene es geschafft, nach dem Ausbruch der Zombieplage in der Cafeteria des Gefängnisses auszuharren und sich mit den Vorräten und einer Kammer für ihre Notdurft zu arrangieren. Dabei handelt es sich um Axel (Lew Temple), Tomas (Nick Gomez), Andrew (Markice Moore), Oscar (Vincent Ward) und Big Tiny (Theodus Crane), wobei der Rezensent als Kenner der Comicvorlage kurz gehofft hat, dass Big Tiny sich eventuell als Tyreese entpuppen könnte.

Rick, Daryl (Norman Reedus) und T-Dog (Irone Singleton) begegnen den Gefangenen zu Recht mit großer Skepsis. Warum sollte man potentiell verurteilten Straftätern auch mehr trauen als anderen? Da sie sich seit über zehn Monaten in diesem Notarrangement befinden und nicht ahnen, was in der Welt draußen vorgeht, müssen sie von Rick und Co. erst einmal eine Zusammenfassung der Zombieapokalypse 101 anhören. Dazu gehört der Zusammenbruch der Zivilisation, wie sie ihn kennen, und eine Anleitung im möglichst effizienten Ausschalten der Untoten. Trotzdem bleibt man vorsichtig, was genauere Informationen zur Gruppe angeht, und macht lieber auf dicke Hose, was die Gruppenstärke betrifft. Nicht die verkehrteste Taktik...

Natürlich sind Streitereien um das Vorrecht auf das Gefängnis vorprogrammiert. Und dafür ist vor allem Tomas zuständig, der sich fast den Spitznamen „New Shane“ verdienen könnte, wenn da nicht die restlichen Ereignisse der Episode wären... Aber dazu gleich mehr.

Mit Bedacht auf das Wohl der Gruppe handelt Rick im Tausch für einen eigenen von Walkern befreiten Zellblock und eventuell ein paar Waffen die Hälfte der Vorräte der Cafeteria heraus - und diese sind reichlicher, als die Gefangenen zunächst behaupten. Bei diesem Vorhaben ist das Trio um Rick sogar so nett und hilft ihnen gegen die Zombies.

Zombie Killing 101
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Brauchen noch etwas Nachhilfe im Zombieausschalten. Ausschnitt aus der Episode „Sick“ der US-Serie „The Walking Dead“
© AMC / Foto: Gene Page

Nach der Einführung in die neue Weltordnung geht es auch ans Eingemachte. Die Gefängnisinsassen bündeln ihre Kräfte mit Daryl, Rick und T-Dog und stellen sich zunächst... unkonventionell an. In einer für „The Walking Dead“-Verhältnisse überraschend witzigen Szene stürmen die Insassen einfach wild drauf los und versuchen die erste Welle von Zombies mit aller Gewalt niederzukämpfen - ohne im Entferntesten effizient zu sein. Schon der nächste Versuch ist jedoch eindeutig besser, denn inzwischen wissen sie aus eigener Erfahrung, dass nur ein „Head Shot“ etwas bringt.

So wird erneut Raum gutgemacht und sich von den unerwünschten Untoten befreit. Doch ohne Komplikationen geht dies nicht vonstatten. Vielmehr beginnt mit einer Unachtsamkeit von Big Tiny das Anfang vom Ende der bislang ordentlichen Zusammenarbeit. Big Tiny wird von einem Walker am Rücken gekratzt, sodass eine Rettung unmöglich erscheint. Zwar wird versucht, seine Rettung zu diskutieren, doch es ist der aggressive Tomas, der dem ein Ende setzt und die Verwandlung von Big Tiny rabiat verhindert. Dies lässt bei Rick und Daryl sofort die Alarmglocken klingeln - völlig zu Recht, wie sich herausstellt. Tomas schwingt nicht nur seine Waffe bedrohlich nahe in Ricks Richtung - nein, er schubst auch einen Walker auf Rick, sodass Daryl ihm zur Hilfe eilen muss.

Ricks Hutschnur platzt in einer Szene, in der man die Anspannung mit einem Messer schneiden könnte, und kurzerhand spaltet der Expolizist mit einer Machete den Kopf von „New Shane“. Das war ein kurzes Gastspiel und demonstriert gleichzeitig erneut, wie gewillt Rick ist, unnötige Bedrohungen zu liquidieren. Besser zu früh als zu spät, denkt er sich wohl.

Nicht ganz so verständlich ist da Ricks Verhalten im Fall von Andrew, der nach der „Kopfspalterei“ angsterfüllt davonläuft - in sein eigenes Verderben. Denn statt in die Freiheit rennt er in die Arme von ein paar Walkern, die sich im Hof befinden. Während er Rick um eine Verschonung seines Lebens bittet, bleibt dieser hart und überlässt auch ihn seinem Schicksal. Da waren es also nur noch zwei, nämlich Oscar und Axel. Letzterer bettelt geradezu darum, am Leben gelassen werden, während Oscar nichts ferner liegt. Interessant ist, dass Rick beide am Leben lässt und ihnen auch den versprochenen Zellblock zugesteht. Mit Sicherheit wird man die beiden nicht zum letzten Mal gesehen haben... Ob sie noch zur Gefahr oder eventuell zu Verbündeten werden, wird sich zeigen. Immerhin sind sie zu zweit, sodass man wenigstens jemanden hat, mit dem man reden kann. Dennoch bleibt genug Konfliktpotential für die Zukunft, denn wer weiß, warum sie sich überhaupt im Gefängnis befinden...?

Zeit für Charakterentwicklung

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Leben und sterben lassen in „The Walking Dead“. Szenenfoto aus der Episode „Sick“ der US-Serie „The Walking Dead“
© AMC / Foto: Gene Page

Obwohl oder gerade weil die Episode Sick so vollgepackt ist, lassen sich hier einige interessante Charakterentwicklungen feststellen. Carl (Chandler Riggs) wird konsequent zu einem unabhängigen und kompetenten Hilfssheriff aufgebaut, der auf eigene Faust und nicht ohne Gefahr Verbandszeug für Hershel findet und damit ein Stück weit dessen Überleben sichert. Auch wenn er dabei nicht nur mit seiner Mutter Lori und seiner „Freundin“ Beth aneinandergerät. Wie ein Spruch von Lori beweist, ist nicht zu leugnen, dass er langsam zum Mann wird, denn man gewährt ihm absichtlich gewisse Freiheiten. Seine Schwärmerei für Beth sorgt dafür, dass er schamerfüllt wegläuft, nachdem diese ihn auffordert, seiner Mutter mit mehr Respekt zu begegnen.

Was Rick an Härte gewinnt, zeigt Daryl an Empathie und Menschlichkeit - zumindest, wenn es um den Erhalt des Gruppenwohls geht. Seine Loyalität zu Rick ist aktuell unbestritten und die Zusammenarbeit funktioniert nahezu wortlos. Gegenüber Unbekannten und Walkern bleibt er nach wie vor der bad ass vom Dienst. Selbst T-Dog darf seine Muskelkraft für das Allgemeinwohl einsetzen, auch wenn man immer noch nicht mehr über ihn oder sein Wesen weiß.

Lori und Rick sprechen sich ehrlich und konsequent aus und Lori ist trotz einiger Fehler, die sie selbst an sich feststellen kann (sie ist weder die beste Ehefrau noch Mutter des Jahres), zumindest bemüht, zu helfen. Rick muss dennoch die harten Entscheidungen treffen, auch wenn er dabei moralisch von Lori unterstützt wird. Wir haben gesehen, was Kompromissbereitschaft den falschen Menschen gegenüber bringen kann.

Maggie und Glenn scheinen bereit, sich von Hershel zu emanzipieren. Maggie war bereit, ihn gehen zu lassen und Glenn hätte wohl den Abzug betätigt, wenn dieser zum Walker geworden wäre (Carl schien übrigens auch mehr als bereit für diesen Schritt). Nun muss sich zeigen, wie ihre Beziehung es verkraftet, sich eventuell um einen gebrechlichen, gehbehinderten Vater zu kümmern.

Während Carol neben ihrer in Seed demonstrierten Schießkunst, der platonischen (?) Beziehung zu Daryl und ihren Exkurs in die Medizin nun einiges zu tun hat, fungiert Beth aktuell offenbar nur als „Objekt der Begierde“ für Carl und moralischer Ausgleich zu Maggie. Bei dieser Figur muss, wie bei T-Dog, klar mehr kommen.

Diese Episode enthält keine Screentime für Andrea (Laurie Holden) oder Michonne (Danai Gurira), aber wer die Vorschau zur nächsten Folge bereits gesehen hat, weiß, dass sich dies schlagartig ändern wird.

Fazit

Zwei gute Episoden von „The Walking Dead“ hintereinander bietet der Einstieg in die dritte Staffel. Die Episode Sick handelt weniger von dem Ausmerzen von Zombies als viel mehr von dem Erhalt der Sicherheit der Gruppe und dem Bangen um das Überleben eines der ihren. Außerdem kommen diesmal auch einige gute Charaktermomente nicht zu kurz, die außerdem logische Konsequenzen aus den bisherigen Ereignissen sind.

Die Gruppe und auch die Serie scheint in Staffel drei insgesamt organisierter, harmonischer und stringenter zu sein, was es umso sehenswerter machen wird, was passiert, wenn etwas diese Ordnung empfindlich bedrohen wird.
 
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