The Walking Dead - Staffel 3 - Folge 4 - Killer Within - Leben und Tod


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Ohne Gnade zeigen sich die Autoren von The Walking Dead bei der Episode Killer Within. Was andere Serien als Staffelfinale präsentieren würden, ist hier einfach eine Episode inmitten der dritten Staffel und gleichzeitig ein Wechselbad der Gefühle.

Die dritte Staffel der Zombie-Survival-Serie „The Walking Dead“ präsentiert einen „Holy-Shit!-Moment“ nach dem anderen. Egal, ob die Amputation des Beins in Seed, der ersten Episode der Staffel, die Spaltung des Kopfes sowie die Behandlung der Gefangenen durch Rick inSick oder das „Aquarium der abgetrennten Köpfe“ in Walk with me - mindestens ein großer Moment des Staunens und der Fassungslosigkeit findet sich in den bisherigen Episoden wieder. Die Episode Killer Within (3x04) stellt keine Ausnahme dar - im Gegenteil, sie präsentiert womöglich den größten Schocker und den „besten“ emotionalen Tiefschlag in der bisherigen Seriengeschichte. Aber dazu später mehr. Zunächst einmal eine kurze Bestandsaufnahme der Handlung.

Killer Within

„The Walking Dead“ bleibt in dieser dritten Staffel konsequent dem Motto treu, niemandem außerhalb der eigenen Gruppe trauen zu dürfen. In der Episode Sick wurde bereits angedeutet, dass jemand die Gruppe und speziell Carol (Melissa McBride) von außerhalb der Gefängnismauern beobachtet hat. Das Intro dieser Episode zeigt diese Person beim Ablenken und Anlocken der Walker durch ein Stück totes Wild. Die Intention dahinter ist, die dicke Kette der Gefängnistür zu öffnen und zu entfernen.

An dieser Stelle sparen wir uns die Spannung und greifen vor, dass es sich bei der Person um Andrew (Markice Moore) handelt. Andrew ist der Gefangene, den Rick (Andrew Lincoln) in Sick seinem Schicksal überließ, als dieser in einen Hof voller Walker rannte. Eigentlich dachte man, dass dies sein Schicksal besiegelt. Doch weit gefehlt! Andrew entpuppt sich als Überlebenskünstler und Troublemaker, der das Gleichgewicht der Gruppe entschieden stört und dessen Aktionen für tragische Ereignisse sorgen werden. Ein Alarm lockt die Walker in der Umgebung an und sorgt bald dafür, dass sich die Gruppe trennt, weil aus verschiedenen Richtungen die Untoten näher kommen.

Eine Frage, die an dieser Stelle erlaubt sein muss: Wie hat Andrew überlebt? Er war von mehreren Walkern umzingelt und er war unzureichend bewaffnet (in seinen Händen befand sich bei seiner Flucht keine Waffe und man hörte deutliche Panik und Schreie). Dennoch hat er irgendwie einen Weg gefunden, um aus dieser Sache lebend herauszukommen und im Anschluss an Werkzeuge zu gelangen, die seinen Plan, Chaos zu stiften, möglich machten.

Interessanterweise distanzieren sich Oscar (Vincent Ward) und noch viel deutlicher Axel (Lew Temple) von Andrew und im gleichem Atemzug auch Tomas, der durch Rick bereits zuvor getötet wurde. Als sich Oscar die Möglichkeit bietet, entweder Rick oder Andrew zu erschießen, entscheidet er sich nach einigem Zögern für Andrew. Etwa weil Rick die bessere Langzeitlösung ist und Oscar vorher eine längere Rede über Buße und zweite Chancen gehalten hat?

Bevor Andrew zuschlägt, haben Oscar und Axel nämlich Rick und seine Gruppe gebeten, sie in ihren Kreis aufzunehmen. Doch sie stoßen auf taube Ohren. Auch eine Gruppendiskussion, in der alle außer T-Dog (Irone Singleton) zum Schluss kommen, das man ihnen nicht trauen sollte, bringt keine Veränderung. Erst im absoluten Chaos werden sie als Helfer akzeptiert, was sich im entschiedenen Moment als richtige Entscheidung herausstellt. Aber wird das so bleiben?

Erwarte das Unerwartete

Ironischer- oder bezeichnenderweise ist es einer der wenigen Momente der Ruhe und des Glücks, der zur Unachtsamkeit der sonst so gut zusammenarbeitenden Gruppe führt. Maggie (Lauren Cohan) und Glenn (Steven Yeun) haben lieber Sex im Aussichtsturm, als Wache zu schieben, Hershel (Scott Green) überschätzt sein Gehvermögen auf Krücken, was dazu führt, dass Lori (Sarah Wayne Callies), Carl (Chandler Riggs) und Maggie später beim Alarmausbruch vom Rest der Gruppe getrennt werden. Und Rick bedauert nun wohl, dauernd mit Lori gestritten zu haben, statt an der Seite der Hochschwangeren zu bleiben, bei der - wohl auch durch den Stress des Angriffs - die Wehen einsetzen. Natürlich sind in diesem Moment weder Carol noch Hershel da, sondern nur Maggie, die über zu rudimentäre Kenntnisse verfügt, um in so einem Moment tätig werden zu können.

Da nur ein Kaiserschnitt das Baby zur Welt bringen kann, läutet das das Todesurteil für Lori ein. Anhand der ersten Kaiserschnittnarbe, die als Orientierung hilft, soll Maggie das Baby zur Welt bringen. Doch vorher verabschiedet sie sich bei ihrem Sohn in einem der vielleicht emotionalsten Momente der bisherigen Serie. Sie hofft auf ihren Sohn als die Zukunft und ist stolz darauf, so einen Jungen in die Welt gesetzt zu haben. Man kann über die Figur Lori denken was man will, doch dieser Moment war berührend, stark und ein würdiger Abschied.

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Carl (Chandler Riggs) und Lori (Sarah Wayne Callies) auf einem Szenenfoto aus der Episode „Killer Within“ der US-Serie „The Walking Dead“
© AMC

Eine kleine Bemerkung zum Schicksal der Figur im Comic: Auch dort segnet sie das Zeitliche, jedoch unter anderen Umständen, die hier nicht näher erläutert werden sollen, weil sie vielleicht der Serienhandlung vorgreifen.

Der Tod von Lori ist jedoch nur halb so schockierend wie derjenige, der schlussendlich durch einen Kopfschuss ihre Wandlung in einen Walker verhindert. Carl bietet sich an, seine Mutter zu erlösen. Und scheint danach noch abgestumpfter und apathischer als sonst. Neben Rick ist Carl aber mit Sicherheit auch eine der Figuren, die in „The Walking Dead“ schon am meisten mitmachen musste, zumal diese Erfahrungen für eine Person in seinem Alter noch ein vielfaches traumatischer und verstörender sein müssen. Während Loris Leben erlischt, kommt das Baby also zur Welt.

Doch wie geht es weiter? Verständlicherweise bricht Rick völlig zusammen, als er erfährt, dass Lori es nicht geschafft hat. Doch wo bekommt man in dieser Welt Babynahrung, Milch oder Medizin her? Wie gefährlich ist das Kindergeschrei, wenn die Walker doch durch Geräusche angelockt werden? Und wer wird sich um das Kind kümmern, wenn Rick die Sicherheit der Gruppe besorgt? Werden Maggie und Glenn helfen? Sieht sich Carl in der Verantwortung? Und was passiert nun mit Ricks Geisteszustand? Wird er womöglich seine Wut an Oscar und Axel auslassen oder findet er ein anderes Ventil? Womöglich eine restlose Beseitigung der Walker?

Mit Lori fällt nun auf jeden Fall eine Figur weg, die Rick Halt geboten und ihn immer bei seinen Entscheidungen beratschlagt und unterstützt hatte - während Carl nun ohne Mutter durch die Pubertät gehen muss, sofern er überhaupt lange genug überlebt. Mit Sicherheit wird der Verlust von Lori noch weitreichende Folgen für beiden haben.

R.I.P. T-Dog

Lori ist jedoch nicht das einzige Opfer der Episode Killer Within. Nach dem Biss eines Walkers in die Schultergegend ist bereits abzusehen, dass T-Dog bald das Zeitliche segnet. Doch er geht nicht ohne Kampf und ohne zu versuchen, Carols Leben zu retten. So irren die beiden durch die Gefängnisgänge, ehe ihnen ein paar Walker den Weg versperren. Heldenhaft wirft sich T-Dog in den Weg und ist in seinen letzten Momenten davon überzeugt, dass das Gottes Plan für ihn war. Carol kann bei der Flucht ins Ungewisse nur zusehen, wie die Untoten ihn verspeisen. Aber wo ist Carol hin? Zum Ende der Episode findet Daryl (Norman Reedus) nur ihr Halstuch. Wiederholt sich hier die Sophia-Geschichte oder wird Carol noch einmal davonkommen? Doch wie kann sie allein überleben?

Das Ableben von T-Dog kommt ausgerechnet in einer Episode, in der er sich dafür ausspricht, die Gefangenen bei der Gruppe leben zu lassen. Bringt das Vertrauen also den Tod? Leider haben die Autoren T-Dog oft nur eindimensional gestaltet und ihn etwa als muskulöse, aber schweigsame Unterstützung eingesetzt, die jedoch wenig zur eigentlichen Handlung oder den Konflikten beizutragen hatte. Mit Oscar hat man eventuell einen Ersatz in der Hinterhand, der gefühlt in seinem Monolog bereits mehr gesagt hat als T-Dog im Verlauf der bisherigen Serie. Da T-Dog keine aus den Comics bekannte Figur ist, kommt sein Tod selbst für Comickenner durchaus überraschend, wenngleich man sich aufgrund der limitierten größeren Bedeutung der Figur doch eigentlich schon immer fragte, wann es ihn erwischen wird.

Was passiert in Woodbury?

Im Woodbury-Teil der Episode geht es etwas ruhiger zu, doch Spannungen sind auch hier auszumachen. Allen voran ist hier der Konflikt zwischen Michonne und dem Governor zu nennen. Michonne prüft kritisch den Fuhrpark, der angeblich nach dem Kampf der Soldaten gegen die „Walker“ übriggeblieben ist. Denn sie entdeckt Einschusslöcher und stellt die unangenehme Frage, seit wann Walker in der Lage sind, Schusswaffen zu bedienen. Nach einem angespannten Gespräch mit dem Governor, der sie - anders als Andrea - nicht in seinen Bann zieht, ist sie fest entschlossen, Woodbury in Richtung Küste zu verlassen. Gerne würde sie Andrea dabei haben, aber die ist gar nicht mehr so von dem Erfolgsduo der letzten acht Monate überzeugt, obwohl Michonnes Bauchgefühl ihnen bisher immer das Überleben gesichert hat.

Michonnes Plan scheint aber auch nicht wirklich ausgereift zu klingen, wenn man es objektiv betrachtet. Zwar hat sie Recht, wenn sie sagt, dass man durch das Wasser zur einen Seite weniger angreifbar ist, aber irgendwie muss man ja auch einmal einen längerfristigen Plan ins Auge fassen. Aktuell erscheint Woodbury da als bessere Option - zumindest bis die Machenschaften des Governor ans Licht kommen.

Andrea ist jedoch weit davon entfernt, den Governor kritisch zu beäugen. Lieber genießt sie einen Drink und flirtet mit ihm. Der Rezensent ist inzwischen, was den Anführer von Woodbury angeht, so paranoid, dass er hinter dem verdächtigen Blick vor dem ersten Schluck irgendeine Art Gefügigkeitstrank vermutet. Andrea jedenfalls frisst ihm offenbar von der Hand - eine sexuelle Spannung ist hier auf beiden Seiten zu bemerken. Und: der echte Name des Governors wird Andrea bei dieser Gelegenheit auch noch gleich verraten: Philip heißt der „Gute“.

Plumper ist da schon Merle (Michael Rooker), der kein Geheimnis daraus macht, Andrea auf die Brust zu starren. Gleichzeitig fragt er auch, warum die beiden sich nie näher kennengelernt haben. Aber sein offener Chauvinismus, seine allgemeine Unfreundlichkeit und auch sein Rassismus dürften wohl ausschlaggebend gewesen sein.

Andrea versucht Merle jedenfalls zu helfen, indem sie ihm eine Wegbeschreibung und eine Mappe zu Hershels (Ex-)Farm gibt, damit dieser nach seinem Bruder suchen kann. Man wird das Gefühl nicht los, dass Andrea der Grund dafür sein wird, dass Ricks Gruppe womöglich noch weiter dezimiert wird, als sie es ohnehin schon ist. Sie kann zwar aufgrund der minimalen Interaktion mit Merle nicht ahnen, dass die beiden Brüder nicht besonders gut aufeinander zu sprechen sind, aber ihr blindes Vertrauen zu Fremden ist schon fast lächerlich. Merle möchte also seinen kleinen Bruder suchen und erbittet einige Männer aus Woodbury als Unterstützung, doch der Governor ist nicht angetan, auch wenn er Merle als helfende Hand und Stütze in der Stadt wertschätzt. Während Philip seine Abschläge übt und dabei auch einige Walker als Zielscheibe benutzt, schlägt er vor, dass er „konkretere Informationen beschafft“ und bietet ihm sogar an, ihn dann höchstselbst zu begleiten.

Fazit

Hard. Core! Besonders die zweite Hälfte von Killer Within ist ein wiederholter Schlag in die Magengrube. Heftige emotionale Momente und große Verluste für die Gruppe bestimmen die Episode, deren erste 15 Minuten noch vergleichsweise glücklich und positiv angefangen haben. Und auch in Woodbury spitzen sich einige Konflikte zu. Wie lange wird sich Michonne noch gegenüber dem Governor zurückhalten? Und was passiert, wenn diese beiden Figuren ungefiltert aufeinanderprallen? Wie kommt die Gruppe ohne die Muskelkraft von T-Dog aus? Und wie zieht man in dieser Welt ein Baby auf? Es bleibt spannend.
 
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