•   ** Lieber Gast, schön das du hier her gefunden hast **

                  Das erwrarte Dich bei uns:

                  ** Absolute "Freie Meinungsäußerung" / Keine Zensur!!! **

                  Bereichere uns mit deiner Meinung und deinen Diskussionen.

                  Bewerte Themen und Beiträge mit verschiedenen Reaktionen.

                  Gründe deine Eigenen Gruppen und Verwalte Sie als Moderator.

                  Erstelle deine Eigene Bilder Galerie und zeig uns deine schönsten Schnappschüsse.

                  Führe nette Gespräche mit mehreren Personen in einer Unterhaltung.

                  Unterhalte Dich einwenig in unserem Chat mit verschiedenen Räumen.

                  Schreib was du grade machst und vieles mehr!

                  Echte Meinungen ohne Zensur!!

                  Keine Werbung!



The Walking Dead - Staffel 3 - Folge 7 - When the Dead Come Knocking - Tod vor der Tür

Benutzernamen und Informationen werden Gästen nicht Angezeigt
#1
In der Episode When the Dead Come Knocking der US-Serie The Walking Deadwerden die Karten neu gemischt. Die Gruppe im Gefängnis und die Anführer der Stadt Woodbury erfahren über Dritte voneinander - wenn auch in einem Fall nicht ganz freiwillig. Beide Anführer bringen ihre Truppen in Stellung. Ein Review.

„The Walking Dead“ nähert sich im Marschschritt dem Midseason-Finale zu und das wird in der Episode When the Dead Come Knocking besonders deutlich. Der Konflikt zwischen Ricks (Andrew Lincoln) Gruppe, die aktuell im Gefängnis verweilt, und der des Governors (David Morrissey) ist kaum noch zu verhindern.

Michonne als Hiobsbotin

Michonnes (Danai Gurira) Ankunft an den Gefängniszäunen wird zunächst skeptisch von Rick beobachtet und das, obwohl - oder vielleicht gerade, weil - sie den Korb von Maggie (Lauren Cohan) und Glenn (Steven Yeun) mit sich trägt. Inmitten der Walker steht sie also da und starrt Rick mit schmerzverzerrtem Gesicht an. Geschützt wird sie, wie wir uns erinnern, von Walker-Gedärmen, die ihren Menschengeruch überdecken.

Doch ihre Schussverletzung fordert bald ihren Tribut und ein Walker wittert die Spur. Während Carl (Chandler Riggs) ihr helfen möchte, wartet Rick zunächst ab. Also muss die schwächelnde Schwertkämpferin mit letzter Kraft noch ein paar Untote ausschalten, ehe der Rest der Gruppe eingreift und Rick sie zunächst in einer Zelle in Schutzhaft nimmt.


Doch Michonne ist gewohnt zurückhaltend und erwartet offenbar, dass man ihre Gedanken liest, so wenig gibt sie zunächst preis. Eigentlich eine verständliche Reaktion - gerade nach den Erfahrungen in Woodbury -, aber gleichzeitig würde sie sich und den anderen das Leben leichter machen, wenn sie diese ein wenig mehr in ihre Gedanken einweihen würde. Doch schon bald sieht sie, dass Rick gänzlich anders mit seiner Gruppe umgeht und sie es hier viel eher mit einem familienähnlichen Verbund zu tun hat. Trotzdem gibt Michonne immer nur gerade so viele Informationen heraus, dass die Gruppe über das Wesentliche informiert ist. Es wird etwa kein Wort zu ihren letzten Monaten verloren oder etwas über Andrea gesagt.

Nichtsdestotrotz erwischen sich Michonne und Rick zunächst auf dem falschen Fuß. Denn er versucht sie zum Reden zu bringen, indem er Druck auf ihre Schusswunde ausübt. Unmissverständlich macht Michonne klar, dass er dies sofort zu unterlassen habe, da sie sonst nicht davor zurückschrecken würde, ihm wehzutun. Rick hat jedoch Daryl (Norman Reedus) - mit gespannter Armbrust - an seiner Seite und ist demnach nur bedingt eingeschüchtert, respektiert ihren Wunsch aber zunächst. Außerdem bietet er Michonne an, sie durch Hershel medizinisch zu versorgen. Schließlich kriegt Michonne doch die Zähne auseinander und weiht den Rest darüber ein, dass Woodbury existiert, Maggie und Glenn unfreiwillig dort sind und ein gefährlicher Mann, der auch ihre Verletzungen verursacht hat, dafür verantwortlich ist.

Natürlich weiß zu diesem Zeitpunkt niemand aus der Gefängnisgruppe, dass es sich hier um Merle (Michael Rooker) handelt oder dass Andrea (Laurie Holden) in Woodbury untergekommen ist. Ob Michonne hier eins und eins zusammenzählen kann oder tatsächlich über die Verbindung im Unklaren ist, muss sich zeigen.

Rick zögert jedoch nicht lange, als klar wird, dass Maggie und Glenn in großer Gefahr sind, und plant eine Unterwanderung von Woodbury. Bis auf Carol, Hershel, Beth, Axel, Carl und das frisch „benannte“ Baby Judith (so hieß eine von Carls Lehrerinnen) brechen also alle Männer und die noch angeschlagene Michonne in einem Auto nach Woodbury auf. Doch die Reise geht nicht ganz ohne Hindernisse vonstatten...

Glenn versus Merle

merle-glenn.jpg
Merle versus Glenn. Szenenfoto aus der Episode „When the Dead Come Knocking“ der US-Serie „The Walking Dead“
© AMC

In Woodbury wird derweil Glenn von Merle verhört. Merle weiß durch ihr kurzes Gespräch aus der Episode Hounded, dass Daryl noch am Leben ist. Nun möchte er in Erfahrung bringen, wo das Lager seiner Gruppe ist. Die Tatsache, dass der sehr bedrohlich wirkende Merle das Verhör führt, wäre ja an sich schon beunruhigend genug. Doch Glenns Standhaftigkeit sorgt dafür, dass bald statt Worten Taten folgen. Zunächst durch Merles Schwertaufsatz seines amputierten Armes und kurz darauf durch heftige Schläge, die Glenn jedoch selbst durch eine Kopfnuss provoziert.

Bald ist Glenns Gesicht blutig und angeschwollen und Merle fährt die schweren Geschütze auf. Ein Walker an einer Leine wird zum Einschüchtern Glenns genutzt, doch auch das bringt ihn nicht zu reden. Schließlich lässt Merle den Zombie von der Leine und somit den an einem Stuhl mit reichlich Klebeband befestigten Glenn mit diesem allein im Raum. Glenns Überlebensinstinkt siegt nach einem zähen und mühsamen Kampf jedoch und es gelingt ihm, sich zu befreien und den Zombie unschädlich zu machen. Doch Glenns Sinn für Rache dürfte nun endgültig geweckt sein...

Der Auftritt des Governors - oder Welcome to the Creep Show

Die gesamte Episode When the Dead Come Knocking strotzt nur so vor Anspannung, die dem Rezensenten beim Anschauen einen viel zu hohen Puls beschert hat. Der Score leistet hier ebenfalls hervorragende Arbeit, um den Effekt zu verstärken.

Nicht nur Glenns Verhör, das intensiver war als viele der bisherigen Zombiekills, sondern vor allem die Szene, in der der Governor beschließt, das Verhör von Maggie zu übernehmen, kreierten ein starkes Gefühl des Unwohlseins. Durch die Kenntnis der Comicvorlage hat man das Wissen im Hinterkopf, dass es dort eine Interaktion zwischen zwei Figuren gibt, die die hier präsentierte um ein Vielfaches überbietet, aber dennoch schmerzte es fast schon körperlich, die psychische Manipulation des Governors mit anzusehen.

Das ist auch der grandiosen schauspielerischen Leistung von Morrissey und Cohan geschuldet, die der Szene mit feinen Nuancen ihre Stärke verleihen. Der Governor als perfider, von sich selbst überzeugter, erpresserischer Mensch in Machtposition und die angsterfüllte Maggie, der die Kontrolle über die Situation entzogen wird und die nur zuhören kann, wie ihr Freund körperlich schwer misshandelt wird.

Doch bei Maggies Verhör wählt der Anführer der Gemeinde Woodbury einen anderen Ansatz: Er möchte sie demütigen und ihr Selbstvertrauen untergraben. Als die Person am längeren Hebel gebietet er ihr, ihr Hemd und ihren BH auszuziehen, während er dabei zusieht. Zu allem Überfluss drückt er dann noch ihren Kopf auf den Tisch und beugt sich über sie. Die bloße Androhung von weiteren Handlungen reicht bereits aus, um zu zeigen, zu was für ekelhaften Handlungen der Governor offenbar bereit wäre. Es kommt (noch) nicht so weit, da man beide nicht einzeln zu brechen vermag.

Erst, als beide sich wiedersehen und explizit die Demütigung des anderen mit eigenen Augen erblicken müssen UND der Governor damit droht, Glenn zu erschießen, erträgt Maggie den Druck nicht mehr. Sie verrät den Aufenthaltsort ihrer Familie und wie viele von ihnen übrig sind und bringt somit sich und alle anderen in Gefahr. Doch was blieb ihr anderes übrig als ihr eigener Tod oder der Glenns?

Der Governor und das. was von seinem Striketeam übrig ist, zweifeln zunächst an, ob das Gefängnis tatsächlich von einer kleinen Gruppe gesäubert werden konnte - trotzdem beschließt er, eine Truppe dorthin zu schicken, um die Lage zu sondieren. Ob Carol, Carl, Beth, Hershel und Axel dem gewachsen sind?

Zombieforschung für Fortgeschrittene

Andreas Beziehung zum Governor verfestigt sich offenbar. Nach einem erneuten Schäferstündchen verspricht sie, bald wieder zu ihm zurückzukehren. Auch der Governor schenkt ihr mehr und mehr Vertrauen - oder möchte sie von der Tatsache ablenken, dass zwei ihrer Freunde im Dorf verhört werden. Also weiht er sie in die Forschungen von Milton (Dallas Roberts) ein. Mit dem Versuchskaninchen Mr. Coleman (Peter Kulas) soll herausgefunden werden, ob Menschen, die einem natürlichen Tod erlegen sind, nach ihrer Wandlung zum Walker noch Erinnerungen an ihr ehemaliges Leben abrufen können. Andrea weiß durch die Wandlung ihrer Schwester Amy, dass die Hoffnung darauf aufgegeben werden sollte, auch wenn Amy durch Zombies angegriffen wurde. Doch der Forscher in Milton will das wohl nicht wahrhaben. Aus Sicherheitsgründen wurde Mr. Coleman gefesselt, so dass er nach der Wandlung nicht gefährlich werden kann. Milton glaubt jedoch, dass er eine Reaktion auf seine drei Fragen zur Erinnerungsstimulierung gesehen hat, also löst er die Fesseln und wird prompt angegriffen. Andrea, die dazu abgestellt wurde, den verwandelten Zombie auszuschalten, stößt dem alten Mann also ein Messer in den Kopf.

Man kann sich wahrscheinlich über den Sinn oder Unsinn dieses Handlungsbogens streiten. Was hier jedoch offenbar deutlich gemacht wird: In Woodbury ist nicht jeder geübt darin, Zombies auszuschalten. Vor allem ein Mann der Wissenschaft wie Milton, der trotz seiner Forschung und seines „Arbeitgebers“ und dessen fragwürdigen Aufträgen immer Zeit für einen Tee hat, verbindet entweder emotional etwas mit seinem Versuchskaninchen, was immerhin angedeutet wird oder er musste tatsächlich bislang noch nicht in dieser Hinsicht tätig werden. Weiterhin vermenschlicht und emotionalisiert die Sequenz um Milton die Figur gleichzeitig. Ein Seitenwechsel ist bei dieser Figur sicherlich durchaus vorstellbar. Insgesamt wird die Frage um die Gruppenzugehörigkeit und die Loyalitäten im Midseason-Finale sicherlich noch eine Rolle spielen.

Die bisherige Darstellung der Ortschaft Woodbury und ihrer Einwohner, etwa bei der ausgiebigen Feier, legt nahe, dass allenfalls Merle und sein Striketeam sowie der Governor und vielleicht eine Handvoll der über 70 Bewohner überhaupt dazu in der Lage sind, Walker zu beseitigen. Anders als in Ricks Gruppe, wo sogar ein etwa zwölfjähriger Carl oder eine Beth im Ernstfall Untote ausschalten können, stehen die Chancen für Ricks Gruppe in einem Überraschungsangriff auf Woodbury vielleicht gar nicht so schlecht...

Cabin in the Woods

Bevor die Gruppe jedoch überhaupt in Woodbury ankommt, überrascht ein Zombieschwarm im Wald Rick, Daryl, Michonne und Co. Also flüchten sie in die Hütte eines paranoiden Einsiedlers, der offenbar nicht mitbekommen hat, dass die Untoten wüten, oder aber bereits den Verstand verloren hat. Als Rick dessen Bett untersucht, befindet er sich mit einer Schrotflinte unter einer Decke und droht, die Polizei zu rufen, sollten die Eindringlinge nicht verschwinden.

Rick versucht, ihn zu überwältigen, was ihm aber nicht so ganz gelingt. Der Einsiedler möchte zur Eingangstür herauslaufen, wo die Walker-Herde wartet, doch Michonne beendet sein trauriges Dasein mit ihrem Schwert. Ob das als Selbstschutz, als „Mitleidsmord“ oder als Ablenkung von ihr gedacht war, ließe sich sicherlich diskutieren. Die eingesperrte Gruppe benutzt seine Leiche dann jedoch als Köder für die Zombies, um die Flucht durch die Hintertür einzuschlagen.

Durch die Hintertür nach Woodbury

Michonne zeigt also den drei anderen Mitgliedern von Ricks Gruppe, wo man sich am besten anschleichen kann. Mit Daryl, Rick, Michonne und Oscar hat man gleichzeitig vier der effektivsten Soldaten im Schlepptau, die zur Verfügung stehen. In gewisser Weise entsteht aber auch eine Pattsituation: Das Quartett aus dem Gefängnis bläst gleichzeitig zum Angriff, als der Governor seine Mannen Richtung Gefängnis schickt. Verluste sollten da auf beiden Seiten vorprogrammiert sein und insgesamt hat der Governor, was seinen Fuhrpark, seine Ressourcen und seine Manpower angeht, einen nicht zu unterschätzenden Vorteil. Auch wenn es Rick und Co. gelingt, Maggie und Glenn zu befreien - was dann? Will er alle Bewohner Woodburys ausschalten? Kann er sich überhaupt vorstellen, wozu der Governor fähig ist? Hat der Governor nicht noch das eine oder andere Ass im Ärmel?

Auch die Frage, ob Merles Loyalitäten tatsächlich beim Governor liegen, sollte wohl im Hinterkopf behalten werden. Wäre es zum jetzigen Zeitpunkt vorstellbar, dass Daryl die Seiten wechselt? Wie wird sich Andrea verhalten? Was macht Milton?

Fazit

When the Dead Come Knocking ist eine Episode, die den Zuschauer (oder zumindest den Rezensenten) auf psychologischer Ebene stellenweise an die Belastungsgrenze bringt. Die Anspannung lässt sich förmlich mit einem Messer schneiden und die aufgebaute Konfrontation verspricht einen weiteren Höhepunkt dieser starken ersten Staffelhälfte derdritten Staffel. Man fragt sich jetzt bereits, ohne die nächste Folge gesehen zu haben, ob nach den acht Episoden überhaupt noch etwas übrig sein wird, wohin die Figuren gehen können. Eine solche Spannung ist für einen Serienjunkie eines der schönsten Gefühle, das man haben kann.

Nebenbei gesagt schaffen es die Autoren inzwischen auch deutlich besser als etwa noch in der zweiten Staffel, beim Zuschauer Sympathien zu den Figuren aufzubauen und dazu noch ständig zwischen klitzekleinen Momenten des Glücks und Tritten in die Magengrube hin und her zu wechseln. Als etwa Daryl offenbart, dass Carol noch am Leben ist, diese jedoch gleichzeitig erfährt, dass Lori es nicht geschafft hat, ist das ein Moment, den man den Charakteren abnimmt. Ohne viele Worte und nur mit einigen Gesichtsausdrücken wird hier beides unmissverständlich und rührend herübergebracht.

Ähnlich verhält es sich bei den Verhörsequenzen um Maggie und Glenn, besonders die Wiedervereinigung der beiden ist nach diesen unglaublich intensiven Ereignissen zumindest eine kleine Wiedergutmachung für die voyeuristische Folter, die man vorher quasi aus zweiter Hand miterleben musste.


Quelle: http://www.serienjunkies.de/the-walking-dead/reviews/3x07-when-the-dead-come-knocking.html
 
Neues Thema erstellen