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#1
In der The Walking Dead-Episode Spend kristallisiert sich heraus, warum die Alexandrianer auf die Hilfe von Ricks Gruppe angewiesen sind. Es ist ein Wunder, dass sie bisher so lange überleben konnten. Intern kommen neue Gefahren zum Vorschein.

Die „The Walking Dead“-Episode Spend verläuft anders, als man aufgrund des Videotrailers hätte vermuten können. Es gibt einen Verrat, große Verluste und einige Wandel bei den Figuren. Vieles davon kommt überraschend. Eine Entwicklung sogar sehr.

Neuanfänge

Daryl (Norman Reedus) tritt seinen neuen Dienst als Scout für potenzielle neue Stadtbewohner zusammen mit Aaron (Ross Marquand) an und spielt im Rest der Episode keine Rolle. Gabriel (Seth Gilliam) wird von der Gemeinde mit frischen Erdbeeren, einem Kirchengebäude und einer Willkommensnotiz willkommen geheißen, reißt aber die Seiten aus seiner neuen Bibel und bleibt den Rest der Episode unsichtbar - bis auf die letzten Minuten, die es in sich haben und reichlich Zündstoff bieten.

Auch Noah (Tyler James Williams) blickt nach vorne und findet bei Deannas Mann Reg (Steve Coulter) seine Bestimmung: Er möchte sich von ihm in der Kunst der Architektur ausbilden lassen. Noah will wissen, wie man Mauern und Wände baut, wie man sie verstärkt und wie man Häuser errichtet. Reg empfiehlt ihm, wie er Eindrücke auf Papier festhalten. Doch bevor die Ausbildung beginnen kann, schließt er sich einer Routinemission an, die dazu da ist, das leicht angeschlagene Stromnetz zu verstärken.

Auch Tara (Alanna Masterson) ist in Alexandria angekommen und hat schon Auge auf Holly geworfen, wie wir beiläufig erfahren. Sie schließt sich der Truppe an, die die von Eugene (Josh McDermitt) identifizierten Teile besorgen soll. Vokuhila-Träger Eugene möchte eigentlich vermeiden, sich selbst in Gefahr zu begeben, wird jedoch im Endeffekt überstimmt und muss den „Disco-Bus“ besteigen, der außerdem Glenn (Steven Yeun), Tara, Noah sowie die beiden Einheimischen Aiden (Daniel Bonjour) und Nicholas (Aiden Traynor) beinhaltet.

Planlos ins Lagerhaus

Während Glenn und Co. einen Plan schmieden wollen, machen sich Aiden und Nicholas darüber lustig. Dennoch einigt man sich auf einen Perimeter-Check zu zweit, ehe man ins Lager selbst vordringt. Dabei wird die Chance genutzt, um noch einmal Eugene in den Mittelpunkt zu rücken, der die vergangenen Episoden kaum etwas sagen durfte, und hier wieder - zumindest anfangs - verblendet erscheint. Denn er bildet sich ein, dass die Gruppe nur wegen seiner Washington-Idee in Alexandria angekommen ist. So kann man es auch sehen. Für den Kampf hält er sich trotzdem nicht gerüstet und will diese Verantwortung so weit von sich wegschieben wie nur irgend möglich.

Nachdem die unmittelbare Umgebung von Untoten gesäubert ist, geht es ins Innere der Halle. Mit Taschenlampen und Schusswaffen sondiert man die Lage und findet einige Untote hinter Zäunen. Tara und Eugene können nach dem eigentlichen Grund für die Mission suchen und werden auch bald fündig: Sie stoßen auf einen Karton mit Micro-Invertern. Doch dann nimmt das Drama seinen Lauf. Ein Walker in Schutzkleidung läuft auf Aiden zu, der schießt stupide mehrfach auf die Rüstung. Nur Glenn sieht, dass der Wachmannzombie eine Granate am Körper trägt, doch da ist es schon zu spät. Der Moment unterstreicht natürlich die Unerfahrenheit der Bewohner Alexandrias, regt aber trotzdem dazu an, die Dummheit der Figuren zu bemängeln. Auch wenn Aiden in Panik und im Dunklen handelte: Das hätte verhindert werden können.

Fire in the Hole

Zunächst sieht es so aus, als sei Aiden tot, doch im weiteren Verlauf wird klar, dass er wie durch ein Wunder überlebt hat - oder dass der äußerst feige Nicholas nicht richtig geschaut hat, ob sein Freund noch lebt oder nicht. Tara ist ebenfalls schwer verletzt und nur Eugene steht zwischen ihr und einigen nun befreiten Walkern. Allerdings fällt es ihm auch hier noch schwer, den Killerinstinkt abzurufen, darum müssen Glenn und Noah eingreifen. Es brennt jedoch an mehreren Fronten: Die Gruppe muss sich sowohl um Tara kümmern, die Eugene im Auge behält, als auch versuchen, den von Trümmern durchbohrten Aiden vor der Verspeisung durch die Untoten zu retten. Darum fungiert die Leuchtrakete als Ablenkung, um zu Aiden vorzudringen. Der muss zunächst von den Splittern befreit werden, was natürlich nicht lautlos geschieht. Im Grunde ist Aiden allerdings schon verloren, und die Gruppe tritt die Flucht an.

Eugene beweist derweil, dass doch ein Held in ihm steckt: Er schafft Tara aus dem Lagerhaus, erschießt dabei - fast kompetent, könnte man sagen - mehrere Walker und wird so zum neuen Hoffnungsträger der Gruppe. Den Titel Gruppenfeigling erbt Nicholas dafür unvermittelt. Er lässt nicht nur seinen Freund zurück, sondern will vor allem seine eigene Haut retten - und das gleich mehrfach. Der Tod Aidens, der bei vollem Bewusstsein zerfetzt wird, ist dabei selbst für Walking-Dead-Verhältnisse extrem blutig und splatterig. Es soll nicht der einzige der Episode bleiben.

Glenn, Noah und Nicholas treten die Flucht an, was ein neues und so bisher in „The Walking Dead“ noch nicht vorgekommenes Szenario mit sich bringt: Sie bleiben in einer Drehtür stecken und werden von beiden Seiten eingekesselt. Es sieht aussichtslos aus, bis Glenn auf die Idee kommt, das Glas zu zerbrechen, zumal auch die Munition alle ist. Doch Feigling Nicholas hat wieder nur die eigene Rettung im Sinn, was dazu führt, dass Noah in die Fänge der Walker gerät und brutal zerfleischt wird, während Glenn nur tatenlos zusehen kann. Nebenbei erfährt man, dass sie schon bei vorherigen Missionen ähnlich gehandelt haben. Furchtbare Typen.

So hoffnungsvoll Noah in diese Episode gestartet ist, so hoffnungslos endet die Reise für diese Figur nun. Schuld daran ist vor allem die mangelhafte Kommunikation zwischen den alten und neuen Gruppenmitgliedern und die Tatsache, nicht alle an einem Strang ziehen. So ist während dieser Routinemission der Sohn von Deanna gestorben, Noah hat es ebenfalls erwischt und Tara ist schwer verletzt. Die Hälfte der Gruppe ist wegen eines vermeidbaren Fehlers und einer Verkettung von Dummheiten dahin.

Einzig auf Eugene ist Verlass, denn er hat die Gunst der Stunde genutzt, um das vor Musik dröhnende Auto vorzufahren, das die Beißer ablenkt und dem traurigen Rest der Gruppe die Flucht ermöglicht. Doch auch hier zeigt sich Nicholas von seiner schlechtesten Seite und will ohne Glenn weiterfahren, wogegen sich Eugene allerdings auflehnt. Der selbstsüchtige Nicholas kassiert für sein Verhalten einen Knockout-Punch vom Feinsten von Glenn, der ihn allerdings nicht zurücklässt (auch wenn er es verdient hätte), sondern in den Bus setzt.

Langweilige Routine bei Rick

Während die eine Gruppe bemüht ist, am Leben zu bleiben, langweilt Rick sich in Alexandria mit dem Fall der zerbrochenen Eulenstatue. Jessie (Alexandra Breckenridge) hat ihn deswegen kontaktiert und keine Ahnung, wer das war. Die Antwort liegt näher, als sie vermutet.

Auch wenn sie meint, dass es kaum der Mühe wert ist, glaubt Rick an die Broken-Window-Theory, derzufolge man eine Gesellschaft erhalten könne, wenn man verhindere, dass Fensterscheiben zerstört werden. Also müssen auch kleine Verbrechen aufgenommen werden.

Später bekommt Rick Besuch von ihrem Mann Pete (Corey Brill), der ganz klar ein Alkoholproblem hat, wie die Autoren damit demonstrieren, dass er fast immer damit zu sehen ist und latent provoziert, etwa dadurch, dass er unsensibel direkt nach dem Verlust von Ricks Frau fragt. Vielleicht weiß er es nur nicht besser, jedenfalls bietet er Rick auch die ärztliche Untersuchung seiner Kinder und seine Freundschaft an. Ob Rick dies jedoch annimmt, bleibt fraglich. Ein Konflikt mit Pete scheint unvermeidlich.

Carol, die Cookiemutti

Jessies Sohn Sam (Major Dodson) lässt sich derweil von Carols Drohungen aus der vergangenen Episode nur bedingt einschüchtern. Vielmehr versteckt er sich in ihrem Schrank, was ihr nicht entgeht. Sam scheint ein echtes Cookiemonster zu sein, der nie genug Kekse bekommen kann. Vielleicht sehnt er sich aber auch nur nach jemandem, mit dem er offen sprechen kann, was bei seiner Familie offenbar nicht geht. Von Carol möchte er sich zeigen lassen, wie das Backen geht. Dazu soll er aus Olivias Vorrat ein wenig Schokolade stibitzen, damit sie eine Fuhre machen kann.

Die Interaktion zwischen den beiden ist herrlich. Carol, die sich ganz eindeutig nicht öffnen möchte - zumindest zunächst -, und ihn halb von der Veranda schubst; Sam, der sich trotz eindeutiger Drohung nicht verscheuchen lässt. Das ist wunderbares comic relief in dieser Episode.

Der leichte Ton schwingt später um, als die Gründe für Sams Verhalten ans Licht kommen. Carol erzählt ihm, dass sie sich mit dem Backen abgelenkt hat, wenn sie traurig war. Da öffnet sich auch Sam: Er gesteht ihr, dass er Dinge zerstört, wenn er emotional ist. Der Täter für die Eulenstatue steht also fest. Fest steht auch, dass Sam Opfer häuslicher Gewalt ist und dass Jessie ebenfalls darunter leiden könnte, was Carol untersucht. Ihr Verdacht scheint sich zu bestätigen, als Pete sie nicht reinlassen möchte. Stattdessen wendet sie sich an Rick. Sie beschließt, dass Pete aus dem Weg geräumt werden muss.

Men at Work

Abraham (Michael Cudlitz) nimmt derweil seinen Job bei der Bau-Crew auf, die damit beschäftigt ist, Zaun und Infrastrukturmaßnahmen zu verbessern - in einem Tempo, das für ihn verbesserungswürdig wirkt. Zunächst scheint es so, dass der langweilige Baujob nichts für ihn ist. Es zeigen sich Anzeichen von PTSD. Als der Kollege beim Verrichten seines Geschäfts die Aufmerksamkeit einiger Walker auf sich zieht, sieht man, dass Abraham für den Kick lebt und in seinem Element ist. Seine Kollegen jedenfalls sind nicht die besten Schützen und neigen zur Flucht, statt Kollegin Francine (Dahlia Legault) zu retten. Obwohl der Ex-Militär Abraham von Untoten umzingelt ist, meidet er keinen Kampf und töten mit dem Baustellenwerkzeug einen Beißer nach dem anderen. Damit erarbeitet er sich schnell den Respekt seiner Kollegen, deren Kampfgeist er geweckt hat.

Statt sich durch den Vorfall aus dem Konzept bringen zu lassen, will Abraham das Sonnenlicht nutzen und weiterarbeiten. Später plädiert der bisherige Polier der Baustelle ebenfalls dafür, dass Abraham komplett das Sagen erhält, wogegen auch Deanna (Tovah Feldshuh) kein Gegenargument hat, die die Entscheidung mit Maggie (Lauren Cohan) und Reg bespricht. Allerdings überlegt sie, wieviel Verantwortung sie den Neuankömmlingen noch übertragen soll. Auch sie weiß aber, dass Ricks Gruppe einige Verbesserungen mitbringt - und dass immer, wenn man sich auf die alten Methoden Alexandrias verlässt, etwas schiefgeht.

Devil in Disguise

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Szenenfoto aus der Episode „Spend“ der US-Serie „The Walking Dead“
© AMC​

Gabriel beweist zum Schluss der Episode entweder, wie schlecht seine Menschenkenntnis ist, oder wie wenig er die Gruppendynamik verstanden hat. Er wiederholt quasi seinen Fehler, der ihn bereits eine Gemeinde gekostet hat, und stellt den Rest der Gruppe als verkleideten Teufel dar, der sich laut ihm als Engel des Lichts unter den Menschen getarnt hat. Deanna gegenüber identifiziert er Ricks Gruppe als tödliche Gefahr, die den Untergang dieses Ortes darstellen könnte. Das alles passiert, während Maggie ihm bei seinen religiös gefärbten Ausführungen belauscht. Rick und Co. werden sich also auf Deannas Gegenmaßnahmen einstellen können.

Dass es gerade Gabriel ist, der die Gruppe ins Teufels Küche bringt, ist deswegen ein doppelter Schlag ins Gesicht, weil sie ihm mehrfach schon das Leben gerettet und ihn trotz seiner eigenen Verfehlungen bei sich aufgenommen hat, während er selbst die Gruppe in Gefahr bracht (man denke an Bob oder die Situation um Baby Judith, Carl und Michonne). Zuletzt hatte die Figur so wenig zu tun, dass sie schon in Vergessenheit geriet, was kaum negativ ins Gewicht gefallen ist.

Fazit

Spend zeigt wieder einmal, wie wenig die Bewohner Alexandrias ohne Rick und Co. auf die Reihe kriegen und wie bequem es die Menschen hier in den vergangenen Monaten und Jahren hatten, in denen sie von großen Gefahren verschont geblieben sind und offenbar extrem viel Glück hatten. Jedenfalls mehr Glück als Verstand, wenn man sich anschaut, was passiert, wenn es einmal ernst wird. Besonders die Feigheit einiger Bewohner ist frappierend.

Man kann die Tatsache nicht verleugnen, dass Rick und Co. in gewisser Weise auch so etwas wie Gefahrenmagneten sind, was der Seriendramaturgie geschuldet ist. Allerdings könnte eine friedliche Fusion beider Gruppen zum Vorteil für beide werden. Ob die jüngsten Ereignisse das jedoch zulassen, steht auf einem anderen Blatt.

Es wird spannend sein zu erfahren, ob Deanna Gabriels Worten mehr Gewicht geben wird als denen vom Rest der Gruppe oder ob ihre angeblich so gute Menschenkenntnis greift und sie erkennt, dass er vielleicht nur seine eigene Haut retten will. Riskant ist zudem, dass Carol und Rick sich Petes entledigen wollen. Hier könnte es darauf hinauslaufen, dass seine Launen toleriert werden, weil sein Wert als Arzt seine Verfehlungen überwiegt. Und auch die Tatsache, dass die Gruppe rund um Aiden nur knapp mit dem Leben davongekommen ist, wird noch Konsequenzen haben. Dabei war die Ausgangslage doch so harmlos.

Zu meinen absoluten Highlights der Episode gehört wieder einmal Carol, aber auch der unerwartete Wandel Eugenes, der die Figur endlich einmal von ihrer nützlichen und schlauen Seite zeigt.

Quelle: Review The Walking Dead 5x14: Spend
 
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Ich finde das es momentan zuwenig um die Beißer geht.