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Geschichte Warum man nicht lügen soll...

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#1
Afrikanisches Märchen


Vor langer Zeit lebte einmal ein Schäfer, der hatte eine riesige Schafherde. Fast jeden Tag wurden einige Lämmer geboren und so wusste er bald nicht mehr, wie viele Tiere er besaß.

Dieser Schäfer war ständig zu lustigen Streichen aufgelegt. So kam es, dass er bald im ganzen Land als fröhlicher Spaßvogel bekannt war. Obwohl er nur selten mit Menschen zusammen kam, wusste er doch immer die neuesten Ereignisse.

Als er eines Tages seine Schafe vor den Toren der Hauptstadt weidete, kam ihm plötzlich ein seltsamer Gedanke. Er dachte, wie wäre es, wenn ich die trägen Bewohner der Hauptstadt einmal richtig in Angst und Schrecken versetzte. Er trieb deshalb seine Herde ganz nahe an die Stadtmauer heran und rief plötzlich um Hilfe.
"Ein Löwe will mich fressen! Helft mir aus meiner Not!"

Als die am Stadttor wachenden Königssoldaten die Hilferufe des Schäfers hörten, schlugen sie mit ihren großen Trommeln Alarm. Schon nach kurzer Zeit tauchten aus allen Stadttoren bis an die Zähne bewaffnete Männer auf, die glaubten, einen feindlichen Angriff auf ihre Vaterstadt abwehren zu müssen. Als sie zu ihrem Ärger jedoch auf der Hochebene vor der Stadt keinen einzigen feindlichen Krieger entdecken konnten, entstand bald ein heilloses Durcheinander. In das erregte Schreien der Stadtbewohner mischte sich das ängstlichen Blöken der auseinanderstiebenden Schafe. Die Männer der Hauptstadt waren über den üblichen Streich des Schäfers so zornig, dass sie beschlossen, ihn dem König vorzuführen.

Einige besonders wütenden jungen Männer fesselten den sich heftig wehrenden Spaßvogel und schleppten ihn zum Königspalast, wo er sogleich dem Herrscher vorgeführt wurde. Nachdem sich die Diener auf einen Wink ihres Herrn zurückgezogen hatten, sprach der König zu dem mit dicken Stricken gebundenen Schäfer: "Ich habe gehört, dass du unsere Hauptstadt zum Narren halten wolltest. Für deine schändliche Tat müsste ich dich für einige Tage ins Gefängnis werfen."

"Habt Gnade mit Eurem untertänigsten Diener", jammerte der Spaßvogel, "ich wollte die Bewohner der Stadt gar nicht ängstigen! Ich wollte nur wissen, ob die beiden am Haupttor wachenden Krieger wieder einmal schlafen, anstatt nach Feinden Ausschau zu halten. Dass die beiden dummen Kerle gleich Alarm geschlagen haben, ohne nachzusehen, ob überhaupt Gefahr droht, kann mir gerechtigerweise nicht zum Vorwurf gemacht werden."

"Wenn du wirklich nur die beiden Schlafmützen am Haupttor aufwecken wolltest, dann will ich dich aus deinen Fesseln befreien lassen", sprach der König und rief seine Diener herbei. Als der Schäfer sich wieder frei bewegen konnte, dankte er seinem Herrn für seine Großmut und verließ vergnügt den königlichen Palast. Es kostete ihn viel Mut, die nach allen Richtungen geflohenen Schafe wieder zusammenzutreiben.

Einige junge Leute, die sich darüber ärgerten, dass der Schäfer vom König so schnell wieder freigelassen worden war, machten sich einen Spaß daraus, die verängstigten Schafe noch weiter zu zerstreuen.
Das Gespött der Leute wurde für den Schäfer so unerträglich, dass er beschloss, niemals wieder in seinem Leben die Unwahrheit zu sagen. Auch die Hauptstadt wollte er nicht mehr betreten; denn dort sah jedermann in ihm nur noch einen Lügner.

Als die Nacht hereinbrach, legte er sich am Fuß der Stadtmauern inmitten seiner Schafe zur Ruhe. Plötzlich wurde er durch lautes Gebell seiner Hunde aus dem Schlaf gerissen. Er rieb sich schlaftrunken die Augen, konnte in der Dunkelheit aber nichts Verdächtiges entdecken.
Da hörte er ganz in der Nähe den Todesschrei eines Lämmchens, und im gleichen Augenblick sah er auch schon einen riesigen Schatten.
"Das ist ein Löwe", schoss es ihm durch den Kopf. "Ich muss sofort Alarm schlagen, sonst zerreißt er meine ganze Herde."

Er rief laut um Hilfe, um die Bewacher der Stadttore auf seine Not aufmerksam zu machen. Als die in der Nähe wachenden Soldaten die Hilferufe des Schäfers vernahmen, sagte der Hauptmann der Torwache mit verächtlichem Lächeln zu seinen Leuten: "Der alte Narr glaubt wohl, wir würden noch einmal auf seinen Scherz reinzufallen und die ganze Stadt in Angst und Schrecken zu versetzen. Wenn er merkt, dass wir seinen Löwengeschichten keinen Glauben mehr schenken, wird er sich bald beruhigen!"

Mit diesen Worten kehrte der Hauptmann in seine Hütte zurück und befahl seinen Soldaten, sich ebenfalls zur Ruhe zu legen.
Am nächsten Morgen wurden die Torwachen von einem der Hunde des Schäfers geweckt. Das Tier gebärdete sich wie toll und versuchte, einen der Soldaten mitzuzerren.
"Der Hund will uns etwas zeigen", sagte schließlich einer der Wachsoldaten, der als guter Tierkenner bekannt war.
"Wir wollen sehen, wo er uns hinführt."

Drei der Torwachen folgten dem treuen Tier auf die Hochfläche vor der Stadt. Als sie die weit verstreuten Schafe erblickten, sagte einer von ihnen: "Wo ist nur der Schäfer? Er hält doch sonst seine Herde sorgfältig zusammen."

"Er muss dort drüben an der Stadtmauer liegen", meinte ein anderer. "Der Hund läuft auch geradewegs auf die Stelle zu."
Beim Näherkommen bot sich den Männern ein fürchterlicher Anblick. Der Schäfer lag in einer großen Blutlache und gab kein Lebenszeichen mehr von sich.

Die Soldaten sahen sofort, dass hier ein Löwe gewütet hatte.
"Der König der Tiere hat ihm die Lüge nicht verziehen", dachten die Soldaten und kehrten in die Stadt zurück, um ihrem Herrscher die Nachricht zu überbringen.

Der König entschied, dass man den toten Schäfer an der Stelle beerdigen solle, an der er von dem Löwen zerrissen worden war. Über dem Grab des Toten ließ er später einen großen Stein aufrichten, auf dem das traurige Ende des Lügners für jedermann sichtbar in einem Bild dargestellt wurde.

In dieser Stadt erzählen die Eltern ihren Kindern noch heute die Geschichte vom traurigen Ende des lügnerischen Schäfers als warnendes Beispiel.


im netz gefunden
 
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#2
AW: Warum man nicht lügen soll...

Man sollte allein schon deshalb nicht lügen, weil man sich sonst
sooo viel merken muss. :zwink:
 
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