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Die "Pille danach" gibt's ab Sonntag rezeptfrei

1 Mai 2007
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Die „Pille danach” – vom 15. März an werden vier Präparate des umstrittenen Notfallverhütungsmittels rezeptfrei in örtlichen Apotheken erhältlich sein.
Der Bundesrat stimmte am Freitag (13. März) für die Änderung der Arzneimittelverordnung.


Die wichtigsten Infos

► Für Frauen bis zum vollendeten 20. Lebensjahr ist die „Pille danach” weiterhin kostenlos – wenn sie sich diese beim Arzt verschreiben lassen.

► Auch Minderjährige können die „Pille danach“ bekommen, Apotheker dürfen sie laut Rechtsprechung an „Frauen im gebärfähigen Alter” Alter verkaufen – aber sie ihnen auch verweigern. Die endgültige Verkaufsentscheidung liegt beim Apotheker. ABER: Mädchen unter 14 Jahren wird zu einem Arztbesuch geraten, „sie bekommen diese Medikamente im Regelfall nicht in der Selbstmedikation”, Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer.

► Kommerzielle Werbung für die „Pille danach“ ist nicht erlaubt.

► Online-Apotheken dürfen die „Pille danach“ nicht anbieten. Gründe: Keine ausreichende Beratung im Netz, eventuelle Vorratskäufe könnten nicht kontrolliert werden. Zudem muss die „Pille danach“ innerhalb weniger Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden – so schnell können Online-Apotheken aber nicht versenden.

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Was genau ist die „Pille danach“?

Fakt ist: Die Pille danach ist kein Verhütungsmittel im eigentlichen Sinne, sondern eine Form der Notfallverhütung. Sie kann eine Schwangerschaft verhindern, wenn die eigentliche Verhütung versagt hat (z.B. Kondom gerissen). Wie der Name verdeutlicht, hilft die Pille danach ausschließlich rückwirkend – nimmt eine Frau die „Pille danach“ vor dem Geschlechtsverkehr, schützt sie sich NICHT vor einer Schwangerschaft.

Was kostet die „Pille danach“?

Das ist je nach Präparat und Wirkstoff unterschiedlich, die Kosten liegen zwischen 16 und 35 Euro.

Wann eignet sich die „Pille danach“?

Wenn ...
► eine Frau während ihrer fruchtbaren Tage ungeschützten Sex hatte.
► die angewandte Verhütungsmethode nicht funktioniert hat (Kondom verrutscht oder gerissen, Pille vergessen oder erbrochen, Diaphragma verrutscht).
► der Geschlechtsverkehr erzwungen wurde.

Wie ist die Wirkungsweise der „Pille danach“?

Die „Pille danach“ verzögert oder unterdrückt einen noch nicht stattgefundenen Eisprung – dadurch kann sie nach einer Verhütungspanne eine ungewollte Schwangerschaft verhindern. Vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie Aids,Hepatitis oder Chlamydien schützt sie jedoch NICHT.

Schützt die „Pille danach“ auch über den Notfall hinaus?

Die Pille danach ist ausschließlich für Notfälle vorgesehen und kann die eigentliche Verhütung NICHT ersetzen! Da der Eisprung durch die Pille danach oft nur verschoben wird, können Frauen noch im selben Zyklus durch erneuten ungeschützten Sex schwanger werden. Nach der Verwendung dieser Notfallverhütung sollten Frauen daher für den Rest ihres Zyklus auf sichere, nicht-hormonelle Verhütungsmethoden (Kondom, Diaphragma) zurückgreifen.

Mit welchen Nebenwirkungen muss man rechnen?

Je früher die Pille danach eingenommen wird, desto wahrscheinlicher wirkt sie. Bestimmte Arzneimittel können die Wirksamkeit der Pille jedoch verringern oder gar aufheben. Dazu zählen: bestimmte Antibiotika, Antidepressiva und johanniskrauthaltige Medikamente. In den meisten Fällen treten Übelkeit ohne Erbrechen Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Unterbauchschmerzen nach der Einnahme auf. Normalerweise verschwinden diese Nebenwirkungen aber innerhalb von ein bis zwei Tagen. Auch der Zeitpunkt der erwarteten Monatsblutung kann sich um ein paar Tage nach vorn oder nach hinten verschieben. Auch Zwischen- oder Schmierblutungen sind möglich.

Wie lauten die Wirkstoffe?

Die klassische Pille danach enthält ausschließlich den Wirkstoff Levonorgestrel – das ist eine synthetische Form des Hormons Gestagen (weibliches Geschlechtshormon). Je nachdem, wann die Frau Levonorgestrel im Laufe ihres Zyklus einnimmt, verzögert oder unterdrückt Levonorgestrel den Eisprung und verhindert so die Befruchtung. Die klassische Pille danach muss spätestens 72 Stunden – also 3 Tage – nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eingenommen werden, am besten jedoch so früh wie möglich. Je früher die Frau das Präparat einnimmt, desto besser wirkt es!

Seit Oktober 2009 gibt es eine neue Pille danach. Sie enthält den Wirkstoff Ulipristal. Er verhindert oder verzögert ebenfalls den Eisprung und wahrscheinlich auch das Einnisten einer befruchteten Eizelle. Die neue Pille danach kann bis spätestens zum fünften Tag nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eingenommen werden.

Zeitspanne nach dem Geschlechtsverkehr Wirksamkeit in %
Bis zu 24 Stunden 95
24 bis 48 Stunden 85
48 bis 72 Stunden 58
Nach 72 Stunden -
Wichtig: Sowohl der Wirkstoff Levonorgestrel als auch Ulipristal unterdrücken oder verzögern den Eisprung, so dass eine Befruchtung durch Spermien nicht stattfinden kann. Sie wirken nicht, wenn sich das befruchtete Ei bereits in der Gebärmutter eingenistet hat.

Die Pille danach verhindert also nur den Eintritt einer Schwangerschaft und unterscheidet sich dadurch von der sogenannten Abtreibungspille, die eine bereits eingetretene Schwangerschaft beendet.

Quelle:
„Pille danach“ rezeptfrei: Die wichtigsten Fragen zur umstrittenen Notfallverhütung -
Gesundheit -
Bild.de